Am 24. Februar 2022 schrieb der Schriftsteller Andrej Kurkow nichts. Und auch in den darauffolgenden Tagen nicht. Als ethnischer Russe, der sein ganzes Leben in Kiew verbracht hatte, war er derselben Gefahr ausgesetzt wie der Rest der Ukrainer. Denn in seiner Weltanschauung, seinem Verhalten und seiner Einstellung zur Wirklichkeit dominieren die Weltsicht und das Gebaren der ukrainischen Kosaken des 16. Jahrhunderts, als die Ukraine noch kein Teil des Russischen Reiches war und Freiheit für die Ukrainer wertvoller als Gold. Der Krieg riss den Schriftsteller aus seinem Kiewer Zuhause und machte ihn zu einem von Millionen Binnenvertriebenen. Erst in Uschhorod öffnete er seinen Laptop, um in den Texten der letzten zwei Monate nach Vorahnungen des Krieges zu suchen. Und er fand mehr, als er erwartet hatte. Diese Texte sowie Kriegsnotizen und Essays wurden zu einem Tagebuch, das von seiner persönlichen Sicht auf den Krieg erzählt. Der Schriftsteller sagt, dies sei „nicht nur eine Chronik der russischen Aggression in der Ukraine, sondern eine Chronik dessen, wie der von Russland aufgezwungene Krieg – und der Versuch, die unabhängige Ukraine zu vernichten – zur Stärkung der ukrainischen nationalen Identität geführt hat. Der Krieg hat es der Welt ermöglicht, die Ukraine besser kennenzulernen und hat sie gelehrt, sie als einen der europäischen Staaten wahrzunehmen.“
Am 24. Februar 2022 schrieb der Schriftsteller Andrej Kurkow nichts. Und auch in den darauffolgenden Tagen nicht. Als ethnischer Russe, der sein ganzes Leben in Kiew verbracht hatte, war er derselben Gefahr ausgesetzt wie der Rest der Ukrainer. Denn in seiner Weltanschauung, seinem Verhalten und seiner Einstellung zur Wirklichkeit dominieren die Weltsicht und das Gebaren der ukrainischen Kosaken des 16. Jahrhunderts, als die Ukraine noch kein Teil des Russischen Reiches war und Freiheit für die Ukrainer wertvoller als Gold. Der Krieg riss den Schriftsteller aus seinem Kiewer Zuhause und machte ihn zu einem von Millionen Binnenvertriebenen. Erst in Uschhorod öffnete er seinen Laptop, um in den Texten der letzten zwei Monate nach Vorahnungen des Krieges zu suchen. Und er fand mehr, als er erwartet hatte. Diese Texte sowie Kriegsnotizen und Essays wurden zu einem Tagebuch, das von seiner persönlichen Sicht auf den Krieg erzählt. Der Schriftsteller sagt, dies sei „nicht nur eine Chronik der russischen Aggression in der Ukraine, sondern eine Chronik dessen, wie der von Russland aufgezwungene Krieg – und der Versuch, die unabhängige Ukraine zu vernichten – zur Stärkung der ukrainischen nationalen Identität geführt hat. Der Krieg hat es der Welt ermöglicht, die Ukraine besser kennenzulernen und hat sie gelehrt, sie als einen der europäischen Staaten wahrzunehmen.“
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